Steffen Kersken


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* Von Gas Wasser Scheiße

Neue Bücher und Texte > * Wat zum Schmunzeln

Von Gas-Wasser-Scheiße und anderen Dingen, oder am Ende
haben sie wieder alle Recht gehabt!

Die Niederrheiner besitzen eine ganz besondere Art miteinander zu kommunizieren, und damit meine ich nicht die Mundartsprache, sondern die Gesprächsführung während einer Unterhaltung. Die Kommunikationspsychologie spricht während einer Unterhaltung von einem Sender und einem Empfänger. Der Sender codiert eine Botschaft und schickt diese an den Empfänger. In dieser Botschaft übermittelt der Sender Gefühle, Wünsche, und Bedürfnisse. Der Empfänger dekodiert die erhaltene Botschaft, insofern er denselben Code verwendet, wie sein Gegenüber. Funktioniert die Dekodierung, können Sender und Empfänger ohne Störung miteinander kommunizieren. Gefühle und Bedürfnisse lassen sich dadurch wunderbar an unser Gegenüber kommunizieren, und an meinen Gesprächspartner vermitteln.
Sende- und Empfangsverhalten können natürlich gestört sein, wenn zum Beispiel die Gesprächspartner unterschiedliche Wahrnehmungskanäle verwenden, zum Beispiel Gestik, Mimik, oder Aussagen unterschiedlich interpretieren. Die Ressource Erlebnisfähigkeit, sowie Empathie sind die passenden Eigenschaften bei Menschen, um Codes auch gut entschlüsseln zu können, sodass keine Missverständnisse entstehen. Der Niederrheiner besitzt jedoch oft überhaupt keine Erlebnisfähigkeit, geschweige denn ein empathisches Verhalten. In bestimmten Situationen codiert der Niederrheiner seine Aussagen munter drauf los, und dekodiert Botschaften wie er gerade Lust und Laune hat. Der Niederrheiner verfährt da nach dem Prinzip stille Post, und viel schlimmer, einige von den Köppen haben die niederrheinische Taubheit. Kennst du die niederrheinische Taubheit? Die Köppe verstehen nur dat, wat sie hören möchten. Besonders die älteren Generationen von Niederrheinern leiden unter dieser speziellen Ohrenerkrankung! Letztendlich ist bei einem niederrheinischen Kneipengespräch sowieso nur wichtig, dass jeder irgendwat sagt, und jeder seinen Senf abgibt und Recht hat.
Am Ende haben sie wieder alle Recht gehabt! Dat is immer so!
Neulich hat mich doch der Jörg angerufen, und gesagt
„Komm Jung, gehen wir mal beim Raimond en Bierchen trinken.“
„Juuut!“, sag ich da noch.


Niederrheinische Querköppe am Tresen

Und wir sind dann in unsere Dorfkneipe beim Raimond und der Gundi eingekehrt. Die liegt so schön versteckt hinter der Oestrumer Bahnschranke, obwohl, die könnte auch vor der Oestrumer-Bahnschranke liegen, je nachdem von wo man guckt. Wenn man beim Raimond drin ist, dann liegt sie vor der Oestrumer-Bahnschranke, steht man jetzt auf der Moerserstraße anne Haltestelle und guckt so auf die Kneipe drauf, dann liegt sie hinter der Oestrumer Bahnschranke. Dat is Ansichtssache.*
Jedenfalls wurde das später und später, bestimmt so ein Uhr, vielleicht war et auch noch später gewesen. Keiner von den Köppen weiß dat jetzt mehr so genau. Wir saßen da alle wie in so Hufeisenform an der Theke, von links nach rechts gereiht, und wir konnten uns alle schön dösig in die Augen gucken.
Auf dem Barhocker saß der Holger Svenson von der Schwedenbande, die Schwedenburschen sind ja irgendwann mal mit der Fähre zu uns rüber gekommen. Der Sven Nilsson saß ganz links, und der Nils Holgersson saß wiederum ganz rechts. Der Holger Svensson brabbelte irgendwat auf Schwedisch vor sich hin, wat keiner verstehen konnte, aber wenn er uns an guckte, dann nickten ihm zustimmend zu. Die Gemüter hatten sich gerade wieder beruhigt, weil der Pilstrinker links neben mir, dummerweise das wichtigste Thema im Kreis Oestrum, Trompet, Bergheim, und Friemersheim angesprochen hatte. Nämlich, wo fängt wat an, und wo hört wat auf?
Und wenn die Köppe alle zwei Promille haben, dann gehen die sich bald gegenseitig an den Kragen. Dat is immer so!
Ich erinnere mich noch, datt der Tobias Knuster den Nils Holgersson von seiner Hochzeit ausgeladen hatte, weil der Nils Holgersson am Tresen behauptet hat, dat Oestrum an der Langestraße anfängt, und hinter der Eichenstraße aufhört.
Der Tobias Knuster hat dann so einen richtig roten Kopp bekommen, und wie wild mit dem Nils Holgersson diskutiert.
„Nein“, sagte der Knuster.
„Ich hab da vor zwei Monaten beim Canaster schon mit dem Ferdi drüber diskutiert. Weiße, der Ferdi von ne Friseurladen in Oestrum. Wir sind da beide auch auf keinen Nenner gekommen! Ich bin dann ins Rathaus nach Rheinhausen gegangen, und ich hab mir die frühsten Baupläne geben lassen, die da im Rathaus rum lagen. Und in den Plänen war deutlich zu sehen, dat Oestrum an der Langestraße und der Schleue beginnt, und Oestrum da an der Stelle von Bergheim trennt.
Und an der Wiesenstraße fängt schon Trompet an, aber die Eichenstraße gehört schon gar nicht mehr zu Oestrum. Die is schon Asterlagen!“
„Ja hör ma, ich weiß doch wo ich wohne!“, schrie dann der Nils Svensson über die Theke.
„Tobias, du brauchst doch nur mal da vorne an die Wand gucken, da is Oestrum mit seinen Gebäuden aufgezeichnet, die Friedenskirche auf der Lutherstraße, die Grundschule auf der Mevissen Straße, die alte Zeche, und da vorne siehsse die Musikschule von der Eichenstraße. Die Eichenstraße grenzt also Oestrum von Bergheim ab. Mit der Wiesenstraße hasse Recht, da fängt ja Trompet an. Dat will auch keiner bestreiten, aber mit der Eichenstraße, da vertusste dich. Oder meinze eigentlich, wir sind hier alle doof im Kopp, oder wat?
Und der Kopp, der die Wand gemalt hat, is erst Recht doof! Nur du bist nich doof im Kopp, oder wat?“
Die anderen Köppe waren am Tresen alle ganz still. Bei so einer Diskussion mischt man sich besser nicht ein, dat Ganze eskaliert sonst Blitz schnell! Von uns Besserwissern kloppt sich ja nie einer, aber die Köppe können drohen wie die Weltmeister! Die Köppe bellen nur, aber beißen nicht.
„Wat weiß ich, wat dat für ein Kopp is, der die Wand da angemalt hat. Weißt du dat, wat dat für ein Kopp is? Ich bin nicht mit dem zur Schule gegangen! Bist du mit dem zur Schule gegangen, oder wat? Der kann von mir aus ganz China in Oestrum reinzeichnen, dat is mir doch sowat von scheiß egal. Ich glaub sowieso nur noch offiziellen Urkunden!“, Knuster hob den Arm mit gestreckten Zeigefinger in die Höhe.
Am Tresen herrschte Stille, und Raimond stellte allen Köppen ein neues Bier hin. So ging dat jetzt gefühlte zwei Stunden lang. Ein Kopp behauptete Trompet würde am Bahnhof anfangen und an der Moerserstraße enden, und der andere Kopp holte dann irgendeinen Gegenbeweis raus, und am Ende wusste keiner mehr, wo jetzt Oestrum von Bergheim getrennt wurde, und wo Trompet eigentlich anfing. Und Raimond stellte den Köppen in der Stille immer neues Bier hin. Und auf diese Weise geht dat immer zu, da kann wer weiß wat auf der Welt passieren, also irgendein Terroranschlag im Irak stattfinden, oder dat der Hoeneß Steuern in der Schweiz hinterzieht, oder der Steinbrück sich als neuer SPD Kandidaten Clown versucht. Dat is alles vollkommen egal, sobald einer von Oestrum, Bergheim, und Trompet anfängt. Die Gauner diskutieren dann lieber über son Blödsinn, und dass mit letztem Einsatz und Volldampf voraus, und am Ende sagt dann immer einer von den Köppen:
„Dat is Ansichtssache!“
Meistens sagt dat der Kopp, dem gerade eben nachgewiesen wurde, dat er zu 99,9% im Unrecht ist. Eigentlich kann er gar nicht im Recht sein, denn die anderen Köppe haben ihm das mit Notarieller Urkunde nachgewiesen, und ihm die vom Bürgermeister unterschriebene Urkunde hier in der Kneipe vor ihm auf dem Tresen hingelegt! Aber dann kommt der Satz:
„Dat is Ansichtssache!“
Die Diskussion ist damit beendet, und alle haben irgendwie wieder Recht gehabt, und die Köppe können wieder friedlich ihr Bier schlürfen.
Ich selber habe schon erlebt, datt Leute einen schönen Abend in unserer Kneipe verbringen wollten, aber die Gäste sich dann actutum auf der Türmatte umgedreht haben, weil die schon beim Eintreten so Begriffe wie Oestrum, Trompet, Bergheim und Grenze gehört haben. Die Leute wussten dann sofort, die Köppe streiten sich wieder darüber, wo wat anfängt und wo wat aufhört, da haben die Leute lieber von vornherein dat Weite gesucht! Ich bin ja froh, dat der Knuster sich nicht mit dem Sven Nilsson anne Köppe gekriegt hat, denn der Sven Nilsson ist nämlich der Stärkste von der Schwedenbande. Ich weiß noch, wie der Nilsson den Alfons Pinkl aus der Mähmaschine raus geholt hat! Einfach so mit den Armen! Der Pinkl hat doch diese Schlafkrankheit mit Sekundenschlaf, durch die Medikamente klappt er zwar nicht mehr plötzlich zusammen, aber hin und wieder macht der gern mal ein Nickerchen. Ja, der Pinkl hat dat mit dem Schlafen früher mal ganz schlimm gehabt, immer wenn der Kopp so einen bestimmten Erregungszustand erreicht hatte, dann war der Mann einfach umgefallen. Ne Minute später war aber wieder alles in Ordnung, und er stand da wieder wie ne alte Eiche.
Ja, der Pinkl hat vor seiner Erkrankung Flötenunterricht in der Musikschule auf der Eichenstraße gegeben. Und ich weiß noch, als er der Lisa Fritsch die “Gedanken sind frei“ beigebracht hat. Die Lisa hat, und hat, und hat dat nicht kapiert mit den Fingerstellungen. Es kam immer der falsche Ton an der richtigen Stelle raus, und umgekehrt natürlich auch.
Aber irgendwann hat die Lisa es kapiert gehabt, und sie spielte „Die Gedanken sind frei“ der ganzen Gruppe vor, und zwar Fehlerfrei! Da hat sich der Pinkl so gefreut, da ist der Kopp einfach wie en nasser Sack zusammen geklappt. Peng, lag der Pinkl da auf den Boden. Die Kinder haben gedacht, wat is denn mit dem los. Aber der Pinkl hat sich so gefreut, also er ist so weit in den Erregungszustand geraten, dass er ins Schlafkoma gefallen ist. Alle Muskeln erschlaffen dann kurz, und Peng, lag der Pinkl da in der Musikschule rum. Jetzt mit den Medikamenten hat er dat besser im Griff, nur hin und wieder brauch er mal en Nickerchen.
Ich erinnere mich*da noch an das Scheunenfest beim Bauer Kempel im Juli 2003. Plötzlich war der Pinkl weg. Einfach so.
Der Pinkl stand eben noch am Bierwagen neben dem Heiner Kotzev, aber plötzlich war der spurlos verschwunden. Wir haben dann den ganzen Innenhof durchsucht, aber von dem Pinkl war nix zu sehen.
„Der is doch wieder irgendwo am Pennen!“, schrie die Gerda Falke noch durch den Bauernhof.
„Nee, irgendwat is verkehrt!“, sagte der Kotzev.
„Wir müssen mal bei de Maschineckes gucken.“
Dann sind wir zusammen mit dem Bauer Kempel zu den Maschinen gegangen,
und der Pinkl lag doch tatsächlich in der Mähmaschine drin und hielt sein Nickerchen.
Aber alles Zerren und Ziehen mit drei Mann half nichts, der Pinkl hing in dem Zahnrad fest.
Da sagte der Ernst Gutbier,
„Lass uns mal den Sven Nilsson von der Eichenstraße holen, der Kopp von der Handball Schwedenbande, der Kopp is doch stark wie ne niederrheinische Kopfweide.“, sagte er noch.
Und die Ilse Ritze is den Nilsson dann holen gegangen.
Der Sven Nilsson hat den Pinkl dann mit einem Arm aus der Verzahnung und der Mähmaschine rausgezogen, ohne dat der Kopp auch nur einmal wach geworden ist.
Ich glaub, der Pinkl wird auch nicht wach, wenn neben dem ne verschollene Bombe aus dem zweiten Weltkrieg hochgeht. Hinterher haben wir dann alle wieder im Bauernhof am Tresen gestanden und ein Bier nach dem anderen geschluckt, und der Pinkl auch. Wir haben den Kopp dann wieder und wieder erzählt, wie der Nilsson ihn aus der Mähmaschine gezogen hat.
Er wollte uns dat einfach nicht glauben!
Jedenfalls bin ich froh, dat der Sven Nilsson nicht mit dem Knuster am Diskutieren war, dem Nilsson hätte auch nur ein Arm gereicht, um die Diskutiererei zu beenden. Egal, am Ende haben sowieso alle wieder recht gehabt. Nach so einer Diskussion fühlen sich alle als Gewinner, obwohl überhaupt nicht klar ist, wo Oestrum jetzt aufhört, und wo Trompet und Bergheim anfängt. Aber ich fang jetzt auch schon wieder an.
Wir saßen da jetzt mit den ganzen Köppen am Tresen, ich hoffe sie erinnern sich, und mir gegenüber saß der Walter Korn. Der Walter Korn hat ja dieses fiese Gilles de la Tourette Syndrom. Kennze dat?
Dat ist eine emotionale Störung aus dem Bereich der extrapyramidalen Hyperkinesien.
Der Korn kriegt immer so Tics, dat heißt, immer wenn man den Kopp plötzlich anspricht, dann kann er nur mit einem Schimpfwort antworten. Sonst hat er seine Impulstics ja im Griff, zum Beispiel wenn er schläft, oder wenn er selber jemanden anspricht, dann verschwinden die Tics, aber wenn der Korn ganz plötzlich angesprochen wird, dann kann er dat nicht mehr regulieren, und dann bricht es aus ihm so heraus. Betroffene mit Tourette Syndrom haben ihre Tics manchmal gar nicht unter Kontrolle, aber der Korn kriegt dat schon ganz gut hin. Er bezeichnet die Dorfkneipe Schäfchen ja immer als seinen Schonraum, weil er hier immer wunderbar seine Tics ausleben kann, und dann weniger Entladung und Impulsverhalten auf der Arbeit hat. Der Korn arbeitet nämlich bei der telefonischen Beschwerdeannahme in einem großen Baumarkt in Duisburg Zentrum. Er verschießt quasi sein ganzes Pulver im Schäfchen, und kann dann im Alltag ziemlich normal mit dem Tourette umgehen. Uns Köppen macht dat ja auch nichts aus, permanent von jemand beschimpft zu werden. Egal, jetzt saßen wir jedenfalls alle so im Schäfchen rum, ich hoffe sie erinnern sich, und eigentlich hatten sich alle Köppe auch wunderbar von der Oestrum Diskussion beruhigt.
Da sagte auf einmal der Pilstrinker links neben mir:
„Sag mal, hast du dat von dem Erwin Mainzer gehört, hier von der Lutherstrasse, der von de
Gas-Wasser-Scheiße?“
Sagte ich
„Nee. Wat denn?“
Sagte der Pilstrinker links
„Dem seine älteste Tochter hat geworfen. En Mädchen. Merle heißt se!“
Sagte ich
„Schön für den Erwin, sowat!“
Sagte der Alttrinker rechts neben mir zu mir
„Wieso sachst du Gas-Weisser-Scheiße zu ihm?“
Sagte ich zu dem Alttrinker rechts neben mir
„Ich? Wieso?“
Sagte der Alttrinker rechts neben mir zu mir
„Ja, du hast doch eben Gas-Wasser-Scheiße gesagt. Hab ich doch gehört, ich bin doch nicht taub. Is der Klempner oder wat? Ich könnt nämlich gerade einen gebrauchen!“
Sagte ich zu dem Alttrinker rechts
„Wie Klempner? Keine Ahnung wat der so macht. Ich hab auch nich Gas-Wasser-Scheiße jesacht! Ich glaub der hat mich etwas gefragt, aber ich habe nix gesacht mit Gas-Wasser-Scheiße.“
Sagte der Alttrinker rechts neben mir
„Ach so. Aber wat is denn mit Gas-Wasser-Scheiße?“
Sagte ich zu dem Alttrinker rechts
„Ich hab überhaupt nix gesacht, weder mit Gas-Wasser-Scheiße noch etwas mit Klempner, oder sowat. Der da links hat irgendwat von jemand anderen erzählt.“
Und ich zeigte mit dem Finger auf den Pilstrinker links neben mir
Rief ich noch zu dem Walter Korn rüber
„Walter, hast du mitgekriegt wat der links neben mir genau gesagt hat?“
Schrie der Korn durch den Laden
„Du Arschwabe!“
Sagte der Alttrinker rechts neben mir zu mir
„Na wat nu? Bist du denn jetzt der Klempner, oder wat? Oder wer jetzt genau? Ich könnt nämlich gerade einen gebrauchen!“
Sagte ich zu dem Alttrinker rechts
„Wer sacht dat denn, dat ich Klempner sei, oder vonne Gas-Wasser-Scheiße?“
Sagte der Alttrinker rechts
„Na ich mein, der da drüben links hat doch jesagt du wärst Klempner! Oder verstehe ich dat jetzt falsch?“
Sagte ich zum Alttrinker rechts
„Ich weiß jetzt mittlerweile überhaupt gar nicht mehr, wer wat jesagt hat. Der hat nich über mich vertellt. Ich bin jedenfalls kein Klempner. Steffen Kersken bin ich.“
Sagte der Alttrinker rechts neben mir zu mir
„Ah so. Aber wieso stellst du Kästen her?“
Sagte ich zu dem Alttrinker rechts
„Kästen? Wat für Kästen denn? Du bist ja wohl taub! Ich hab jesagt, dat ich Steffen Kersken bin. Kersken, nicht Kästen“
Sagte der Alttrinker rechts neben mir zu mir
„Ach, der Schreiberling* drüben von Oestrum. So is dat. Aber woher weißt du, dat der Gas-Wasser-Scheiße macht?“
Und er zeigte mit dem Finger auf den Pilstrinker links neben mir
Sagte ich zu dem Alttrinker rechts
„Ich hab das nie jesagt. Wenn, dann hat der mir irgendwat von Gas-Wasser-Scheiße erzählt. Ich habe wirkliche keine Ahnung, wat der Kopp so beruflich treibt!“
Rief der Alttrinker rechts zum Walter Korn rüber
„Weißt du, ob der Kopp links Gas-Wasser-Scheiße macht?“
Schrie der Korn durch den Laden
„Du Kotzkanone!“
Rief der Alttrinker rechts nochmal zum Walter Korn rüber
„Walter, weißt du denn vielleicht überhaupt, wat der Kopp so macht? Oder kennst du zufällig nen Klempner, ich könnt nämlich gerade einen gebrauchen!“
Schrie der Korn durch den Laden
„Du Pausenkiffer!“
Sagte ich zum Pilstrinker links neben mir
„Sag mal, machst du Gas-Wasser-Scheiße?“
Sagte der Pilstrinker links zu mir
„Ich? Wie kommst de denn auf so wat? Nee, ich bin Fliesenleger!“
Sagte ich zum Alttrinker rechts neben mir
„Da hast et gehört, er is Fliesenleger.“
Sagte der Alttrinker rechts neben mir zu dem Pilstrinker links neben mir
„Wieso legst du denn Fliesen bei ihm, ich dachte du wärst Gas-Wasser-Scheiße?“
Sagte der Pilstrinker links neben mir
„Wieso mach ich Gas-Wasser-Scheiße? Ich hab dat nie behauptet. Korn, hast du dem Kopp dat erzählt?“
Schrie der Korn durch den Laden
„Du Hafenpenner!“
Sagte der Pilstrinker links neben mir
„Aber er legt Fliesen bei dir, oder wat?“
Sagte ich zu dem Pilstrinker links
„Nee. Der macht gar nix bei mir. Ich weiß auch nicht warum der irgendwat bei mir machen sollte!“
Sagte der Pilstrinker links
„Hattest du nicht jesacht, er würd Fliesen legen? Korn, du hast dat doch auch so verstanden, oder?“
Schrie der Korn durch den Laden
„Du Sitzenbleiber!“
Sagte ich zu dem Alttrinker rechts
„Fliesenlegen machst du von Beruf, oder wat? Hab ich dat ja richtig verstanden, oder?“
Sagte der Alttrinker rechts
„Ja klar, ich hab auch nie wat anderes behauptet!“
Sagte ich zu dem Pilstrinker links neben mir
„Siehsse*. Der Kopp rechts ist Fliesenleger von Beruf!“
Sagte der Pilstrinker links neben mir
„Ah so. Aber wer legt denn jetzt die Fliesen bei dir? Korn, du? Oder wat?“
Schrie der Korn den Laden
„Du Klappspaten!“
Sagte ich zu dem Pilstrinker
„Keiner legt bei mir Fliesen. Niemand legt überhaupt Fliesen bei irgendeinem Kopp! Dat ganze is ein einziges Missverständnis! Wir Köppe reden hier seit einer Stunde aneinander vorbei, ohne dat irgendwat Sinnvolles dabei rum gekommen wäre!“
Sagte der Pilstrinker links neben mir
„Dat is Ansichtssache!“
Stille.
Raimond stellte uns in dieser Stille immer volle Gläser hin, und er fragte
„Korn, willst du auch noch eins?“
Schrie der Korn durch den Laden
„Ihr Dorfzuhälter!“








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