Steffen Kersken


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* Verhaltens- therapie

Neue Bücher und Texte > * Buch Dat is Ansichtssache!

Welche Therapieformen bietet die Psychologie für den Menschen und was ist Verhaltenstherapie?

Ich versuche, komplizierte psychologische Ansätze, die durch jahrzehntelanges Forschen und Studieren entstanden sind, unkompliziert, künstlerisch und auch humorvoll darzustellen. Deshalb noch einmal der Hinweis:
Psychiatrische Erkrankungen sind komplexer und tiefer, als viele Menschen zu wissen glauben. Wer unter Symptomen leidet oder sich für den Alltag Hilfe sucht, der sollte keine Bücher lesen und Selbstversuche starten, sondern sich in kompetente Hände begeben. Ich möchte mit meinen Büchern nur Türen öffnen, Menschen die Angst vor Therapie nehmen und feststellen, dass wir alle Schwächen besitzen und Fehler machen dürfen. Niemand ist unfehlbar und Therapie kann uns helfen, kleine und große Macken zu verbessern, aber auch zu akzeptieren. Scheitern, Zweifeln und Schwäche gehören zu unserem Alltag, auch „gesunde“ Menschen zweifeln und machen Fehler.
Mein Alltag sind der Niederrhein und die Menschen darin, mit ihren liebevollen Macken, Stärken und Eigenarten.
Alles gehört irgendwie zusammen und darüber möchte ich als Mensch und Ergotherapeut berichten, Anregungen für andere Ergotherapeuten geben und die Möglichkeit für jedermann bieten, ob gesund oder mit Diagnose, einen anderen Blick auf sich werfen zu können. Meine Bücher sollen aber keine Therapievorlage oder Selbstbehandlung anregen!

In der psychischen Behandlung gibt es drei große Bereiche:

1. Traumabehandlung
Menschen mit traumatischen Erlebnissen haben oft schwere Einschränkungen in der Bewältigung des Alltags. Traumata sind z. B. Nahtod-Erfahrungen, Erfahrungen mit Missbrauch, Verlust und Trauerverarbeitung etc.
Die Behandlung erfolgt stationär oder teilstationär sowie ambulant in Tageskliniken und in Einzel-/Gruppengesprächen. Traumata können Menschen ein Leben lang begleiten und Verhaltensweisen im Umgang mit anderen Menschen oder Situationen wesentlich beeinflussen. Meine Arbeit als Ergotherapeut umfasst ebenfalls die Traumatologie, mit dem Schwerpunkt der ausdruckszentrierten Therapie, also Gefühle kreativ sichtbar zu machen, sie zuzulassen oder gar sich mit belastenden Gefühlen zu konfrontieren, sie zu visualisieren, zu materialisieren und aus sich herauszuziehen.

2. Die tiefenpsychologische Behandlung
Bereits philosophisch durchdacht, wurden die tiefenpsychologischen Ansätze erstmals durch Sigmund Freud systematisch untersucht und untermauert. Später durch andere Analytiker weiterentwickelt.
Tiefenpsychologie beschäftigt sich mit unterbewussten, tief vergrabenen, seelischen Prozessen, die unser Verhalten im Alltag maßgeblich beeinflussen.
Beispiel: Ich sage wieder nicht Nein zu den Überstunden und ärgere mich hinterher. Bewusst ist: Ich kann nicht Nein sagen. Unterbewusst könnte ablaufen: Meine Eltern haben mir nie Anerkennung gegeben, deshalb kann ich nicht Nein sagen, weil ich jetzt gemocht werden möchte. Therapie: Stärkung des Selbstwertes.
Die drei großen Themen in der Tiefenpsychologie sind: > Verdrängungsprozesse, z. B. von Gefühlen durch extreme Erfahrungen, damit ich im Alltag weiter funktionieren kann.
> Gegenübertragung, z. B. von Erwartungshaltungen, die ich selber einmal erlernt habe und nun an andere Menschen in meinem Umfeld richte. Diese Erwartungen können oder wollen andere Menschen nicht immer erfüllen. Beispiel: Ich war immer perfektionistisch, warum du nicht? Konflikte, die daraus entstehen, sind oft belastend, vor allem weil Menschen häufig im Alltag Erwartungshaltungen entwickeln und deshalb häufig Konflikte mit sich und anderen erleben.
> Kindheit. Unsere Sozialisation, also wie wir aufwachsen und erzogen werden, bildet unser Werte- und Normsystem aus und damit auch den Umgang mit Konflikten, Orientierung, Status, Anerkennung, Selbstbewusstsein, Moral und Schuld. Zum Beispiel Menschen, die Anerkennung nur durch Leistung bekommen haben, später dann im Beruf scheitern oder gemobbt werden, können sich oft schwer neu erfinden oder ein gesundes Selbstbewusstsein ohne externe Verstärkung entwickeln. Sie brauchen Anerkennung durch andere, um sich selbst mögen zu können.
In der Tiefenpsychologie hilft die Ergotherapie, Gefühle zu visualisieren, zum Ausdruck zu bringen und in der Reflexion unbewusste Prozesse direkt anzusprechen.
3. Die Verhaltenstherapie
Menschen sind Gewohnheitstiere, das fängt bei gewöhnlichen Ritualen wie dem morgendlichen Aufstehen an und geht bis hin zu Mustern, wie wir Konflikten begegnen oder Situationen bewerten. Gedanken und Gefühlsmuster können früh antrainiert werden und nur durch neue Verhaltensweisen oder Gedankengänge überschrieben werden. Eine negative Erfahrung müsste demnach mit einer neuen, positiven Erfahrung überschrieben werden, um zu neuen, ganz bewusst gesteuerten Verhaltensweisen zu führen.
Die Prinzipien der Verhaltenstherapie:
> Hilfe durch Selbsthilfe. Selbstständig Gedanken in Lebenssituationen verändern, die positive Gefühle und Handeln fördern oder negative Gefühle positiv verändern. Techniken an die Hand geben, wie Atem- oder Entspannungstechniken, die in Extremsituationen zur Selbsthilfe angewendet werden. Menschen in Aktivität und Handlung bringen (z. B. Sport und kreative Prozesse) und damit Grübelprozesse beenden.
> Erwartungshaltungen an sich und sein Umfeld korrigieren und damit eigene Werte- und Normsysteme entwickeln.
> Eigene Bedürfnisse erkennen und ihnen Raum im Leben geben, sich damit mehr Selbstwert geben.
> Exposition. Also Situationen, die Angst auslösen oder negativ behaftet sind, nicht vermeiden, wie Konflikte, Menschenmassen, Mobbing-Situationen etc., sondern in die Situation hineingehen und mit Hilfsmitteln lernen, die Situationen besser zu bewältigen. Hilfsmittel sind: Übungen zum Nein-Sagen, Umgang mit Angst, Botschaften verfassen, Bedürfnisse erkennen, Umgang mit Mobbing, Entscheidungen treffen etc.
> Einfließen von tiefenpsychologischen Ansätzen, also woher kommen meine überzogenen Erwartungshaltungen, woher kommen Angst und mangelndes Selbstbewusstsein? Einzel- und Gruppengespräche über die Wurzeln meiner Probleme: Sozialisation, Kindheit, Beziehungserfahrungen etc.
> Verdrängungsmechanismen ansprechen, wie Fassaden aufbauen, unecht sein oder in sich hinein schweigen.
> und vieles mehr ...

Es gibt wesentlich mehr Therapieformen und Facetten. Die Therapien sind im Wesentlichen nur kurz und einfach beschrieben und sollen Geschmack auf mehr machen. Informiere dich einfach mal in Tageskliniken oder Einrichtungen in deiner Nähe genauer darüber. Die Einrichtungen geben gerne Infomaterial heraus und du wirst auch nicht gleich zwangseingewiesen, nur weil du nach Infomaterial fragst!

Hintergrund:
Laut öffentlichen Krankenkassen-Studien (AOK) ist jeder 20. Mensch in Deutschland von Gesellschaftserkrankungen betroffen. Nordrhein-Westfalen liegt bundesweit auf Platz 4, was die Häufigkeit an Diagnosestellungen angeht.

Welche Diagnose wird wie oft gestellt?
Statistik einer anonymen Tagesklinik über den Zeitraum von
acht Jahren:
Größter Anteil: Generalisiertes Angstsyndrom
Mittlerer Anteil: Soziale Phobie und Panikattacken
Direkt dahinter: Depressive Syndrome
Kleinerer Anteil: Zwangssymptomatiken

Was hilft wie gut?
Die folgenden Zahlen basieren auf eigenen Befragungen von Patienten einer anonymen Tagesklinik im Zeitraum von 8 Jahren. Es können folgende Aussagen gemacht werden:
- Medikamentöse Behandlung, z. B. bei Hormonschwankungen oder Botenstoffmangel etc.:
50 % der Patienten sagen, Medikamente helfen mir.
- Keine Medikamente oder Patienten mit frei käuflichen und wenig wirksamen Medikamenten:
38 % der Patienten bestätigen, ich brauche eigentlich keine Medikamente oder sie wirken nicht.
- Bei der Befragung von Patienten nach einer Verhaltenstherapie:
84 % der Patienten sagen, die Therapie hat mir geholfen.

Das Verhältnis von Männern und Frauen
Die Kassenstatistiken zeigen, dass Frauen häufiger in psychiatrischer Behandlung sind als ihre Gegenparts, die Männer. Woran liegt das? Ich mache in der täglichen Arbeit die Erfahrung, dass Männer grundsätzlich weniger über Gefühle sprechen, weniger Hilfe einfordern und Symptome länger kompensieren. Das heißt, Männer greifen bei Stresszuständen und depressiven Symptomatiken eher zu Alkohol und werden teilweise aggressiv, als sich einem anderen Menschen oder Therapeuten anzuvertrauen. Meine Vermutung liegt nahe, dass Männer deshalb häufiger in Statistiken von Alkoholmissbrauch oder Gewaltverarbeitung auftauchen, obwohl grundsätzlich eine Depression oder Angsterkrankung vorliegt, diese aber wegen der offensichtlichen Symptome, z. B. Alkoholabhängigkeit, nicht diagnostiziert und erfasst werden.
Die oben dargestellten Statistiken und Zahlen beruhen auf spontanen Befragungen von Patienten der letzten acht Jahre. Sie sind demnach nicht deutschlandweit repräsentativ als offizielle Studie zu betrachten. Es sind gesammelte Erfahrungswerte meiner täglichen Arbeit. Frei nach dem Motto:
„Ich glaube sowieso nur Zahlen und Statistiken, an denen ich selbst mit dran rumgemauschelt habe!“

Spruch:
„Wenn eine Gesellschaft kränkelt, ist der einzelne Mensch oft nur ein Symptomträger der Gesellschaft, in der er lebt!“

Steffen Kersken, 2015
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Was sind die Ursachen für psychologische Erkrankungen?
Die Psychologie kann folgende wesentliche Faktoren benennen:
- Die Kindheit und Sozialisation:
Also wie wir aufwachsen, ob behütet in einer Familie, alleinerziehend, strenge Eltern mit leistungsorientiertem Denken, Missbrauchserfahrungen, Gewalterfahrung, ob als Einzelkind oder mit vielen Geschwistern. Ich lerne mit dem Leben anders umzugehen, wenn ich z. B. in der ältesten Geschwisterposition aufwachse und schon früh Verantwortung übernehme oder als mittlere Position und eher dazu neige, Streit zu schlichten, also Harmonie zu vermitteln. Viele Verhaltensprogramme, die im Erwachsenenalter Probleme bereiten, werden hier antrainiert. In Tageskliniken werden viele Übungen zu diesem Thema angeboten.

Tipp aus der Therapie:
Du kannst dich doch mal mit deinen Geschwistern zusammensetzen und aufschreiben, welche Position welche Charaktereigenschaften in der Kindheit benötigt hat und wie stark diese sich damals ausgebildet haben. Danach schaut mal, von welchen Eigenschaften ihr heute noch profitiert oder eventuell zu viel von habt.
Fallbeispiel: Moni ist die mittlere Schwester von drei Kindern. Sie hat gelernt zu schlichten, weil die älteste Schwester meinte: „Ich muss die jüngste Schwester besonders vor den
….mehr im Buch

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Tipp aus der Therapie: Du kannst regelmäßige Termine in deinen Wochenplan einfügen, an denen ihr über Probleme sprecht, z. B. bei einem Spaziergang oder einer Fahrradtour. Du solltest dir gezielt Menschen dafür als Kontakt suchen, denen du vertraust und von denen du gute Ratschläge erhältst.

- Aufschreiben und Schreiben
Viele Menschen können Gefühle oder Erlebtes nicht erfassen oder mit Worten benennen. Wir Menschen wollen alles verstehen und begreifen, was aber nicht immer gelingt. Viele Sinnfragen bleiben unbeantwortet, wie z. B. Fragen über den Tod. Wo gehen wir hin? Wo kommen wir her? Du kannst Gefühle in Gedichten oder Geschichten verfassen oder ein Gefühlstagebuch führen. Beschreibe einfach, was du fühlst.

- Musik
Mit Musik fassen wir Stimmungen ein. Musiker drücken mit Melodien Gefühle aus, die sie selbst nicht benennen können.
Tipp: Wenn du mal aggressiv oder zornig bist, dann gehe nicht einfach zum Einkauf, sondern lege mal Deep Purple auf und tanze dich frei!

- Sport und Aktivität
Stresshormone können gut über Sport und Aktivität abgebaut werden. Katecholamine sind Adrenalin und Noradrenalin, die bei Aktivität über Muskelsäure sowie Muskelbewegung abgebaut werden. Also rauf auf das Fahrrad, aber auch ein Spaziergang tut gut. Du musst dafür kein Spitzensportler sein, finde einfach etwas, was dir Spaß bereitet. Selbst Gartenarbeit bringt Bewegung in die Bude. Aktivität kann viel bewegen, vor allem, wenn man es nicht alleine macht! Wenn du alleine auf der Couch liegen bleibst, verabrede dich zum Walken und bilde Trainingsseilschaften.
Tipp: In Rehakliniken lernt man das Gefüge einer Gruppe zu schätzen, denn Menschen mit ähnlichen Problemen gehen diese dort gemeinsam an. Das kannst du auch

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Burnout
Das Burnout-Syndrom ist laut Diagnoseschlüssel keine eigenständige Behandlungsdiagnose, also keine für sich stehende Erkrankung, sondern eine sogenannte Zusatzdiagnose. Viele Experten halten Burnout deshalb für eine Symptomatik der Depression.

Fakten
- Burnout steht für das Ausgebranntsein durch Stress und Überbelastung.
- In den USA zum ersten Mal bei Pflegeberufen aufgetaucht, also bei Personen mit Helfersyndrom, die permanent über ihre Grenzen gingen, nicht Nein sagen konnten und nur für andere lebten.
- Menschen, deren Wertesystem aus Beruf und Arbeit besteht, leiden besonders oft darunter. Sie stürzen sich in die Arbeit; Familie oder Hobby stehen an zweiter Stelle.
- Burnout ist schleichend zu betrachten und Menschen funktionieren teilweise über Jahre, bis der Akku leer ist.
- Burnout-Patienten sind suchtgefährdet und sie nutzen Drogen wie Alkohol als Kompensation.

Ursachen
Perfektionismus, Ehrgeiz, Helfersyndrom, falsches Wertesystem, auf der Suche nach Anerkennung, Nicht-Nein-sagen-Können, mangelnde Stressbewältigungsstrategien.
Die Veränderungen der Gesellschaft zu mehr Leistung spielen eine Rolle, aber auch persönliche Prägung und Wertvorstellungen: Wenn zwei sich finden, dann verstärken sie sich. Ich kann immer die Entscheidung treffen, den Leistungswahnsinn nicht mitzumachen!
Symptome
Um nur einige Symptome zu nennen: Somatische Beschwerden wie Tinnitus, Rückenschmerzen, Verspannungen. Schlafstörungen, Konzentrationsschwächen, Angstzustände, Angst vor Überforderung. Und mehr!

Therapie
Verhaltenstherapie, Entspannungstechniken, Sport und Hobbys, Ernährungsumstellung, Bedürfnisse vermitteln, Wertesysteme überprüfen, gesunde soziale Kontakte schaffen, Schlafhygiene verbessern, Arbeit und Freizeit trennen, Grenzen abstecken, lernen Nein zu sagen, realistische Ziele setzen.

Tipp aus der Therapie: Realistische Ziele setzen

Warum sollten wir immer und in jedem Alter Ziele entwickeln?
Persönliche Ziele machen uns unabhängig von Gesellschaft und Normen! Wichtig dabei:
Wir sollten uns nicht nur über Arbeit definieren, sondern ein Wertesystem schaffen, indem wir so viele Dinge wie möglich als lebenswert erachten.
…...mehr im Buch


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Fallbeispiele:

Frau M. war zwei Jahre in Behandlung, da sie die letzten 15 Jahre immer wieder negative Beziehungserfahrungen erlebt hat, teilweise mit Gewalterfahrungen unter Alkoholeinfluss.
Sie hat folgende Verhaltensprogramme entwickelt:
- Kompletter sozialer Rückzug
- Angst vor neuen Beziehungen
- Misstrauen vor neuen Menschen
Frau M. hat in der Therapie begriffen, dass nur neue, positive Erfahrungen das fehlende Vertrauen und die Angst ersetzen.
Am letzten Therapietag hat sie mir einen Kaffee und ein Obstteilchen mitgebracht, quasi als Dankeschön. Da ich bereits so viel Kaffee getrunken hatte, verneinte ich:
„Danke. Aber ich hatte schon so viel Kaffee heute und ich muss auf meinen Kreislauf achten. Sie können ihn gerne als Belohnung selber trinken oder, wenn sie gleich rausgehen, drüben im Mülleimer entsorgen!“ Frau M. verließ wutentbrannt und ohne Worte den Therapieraum! Eine halbe Stunde später klingelte mein Telefon:
„Entschuldigen Sie bitte. Ich bin wieder in alte Muster verfallen. Ich habe in Ihnen nicht den Therapeuten gesehen, der einfach nur heute keinen Kaffee mochte, sondern einen Mann, der mich ablehnt und mich verletzt. Total verrückt! Tut mir leid!“ Natürlich habe ich die Entschuldigung angenommen und bemerkt, dass es doch toll ist, dass sie diesen unterbewussten Vorgang bemerkt hat. Sie hat ihn zwar nicht im Verhalten selbst aufhalten können, aber hinterher korrigiert.
Carolin von Seite 100, auch ein schöner Satz, hat sogar ein Gefühl als Programm entwickelt. In der Therapie wurde für Carolin ein Angstschema erstellt, bei dessen Sichtung mir selbst angst und bange wurde:
Carolin hat ganz bewusst aufgeschrieben, in welchen Situationen sie Angst hat:
- 7:30 Uhr: aufstehen; Angst vor dem Tag
- 8:00 Uhr: duschen; Angst, dem aggressiven Vater im Flur zu begegnen
- 9:00 Uhr: Frühstück mit der Mutter; Probleme besprechen, sie hat Angst vor der Zukunft
- 9:30 Uhr: Angst beim Autofahren; Angst vor einem Unfall und dem Zu-spät-Kommen, wegen Konsequenzen des strengen Chefs.
- 10:15 Uhr: Angst vor der Praxis; nach Konflikten hat sie Angst, den Mitarbeitern zu begegnen, ihnen „Guten Morgen“ zu sagen
- 11:00 Uhr: Angst im Arbeitsprozess; Angst vor Fehlern, weil die Mitarbeiter sie mobben und auf Fehler achten.
- 12:15 Uhr: Mittagspause; Angst vor dem Gruppenraum, sie geht spazieren
- 13:00 Uhr: Angst in die Praxis zurückzukehren, dass sie doofe Sprüche hört, weil sie nicht im Gruppenraum war.
- 13:15 Uhr: Angst im Arbeitsprozess
- 16:00 Uhr: Angst vor der Feierabend-Begegnung mit Mitarbeitern
- 17:00 Uhr: Heimfahrt; Angst, dem Vater zu Hause zu begegnen
- 19:00 Uhr: Abendessen mit Eltern; Angst vor Gesprächen und dem Vater
- 21:00 Uhr: Angst vor der Nacht, weil Grübeln zu Schlafstörungen geführt hat
- 1:00 Uhr: sie liegt wach und hat Angst vor dem neuen Tag

Du kannst dir sicher vorstellen, wie anstrengend Carolins Tag ist und dass Angst unabhängig von der eigentlichen Situation zum Programm für sie wurde. Sie ….mehr im Buch


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